Spur der Stolpersteine im Gedenken an die Pogrom-Nächte 1938
Im Gedenken an die Pogromnächte 1938 laden wir dieses Jahr zum gemeinsamen Putzen der Stolpersteine in Essen Steele ein. Dies wird im Rahmen einer Gedenkkundgebung zusammen mit vielen anderen Organisation am 9.November 2024 stattfinden.
Außerdem hat die IGBau-MEO auf einer Webseite die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen in Essen Steele zusammengeführt. Diese Webseite ist unter diesem Link zu finden.
Aufgrund der hinterhältigen Drohungen in Form von rechtsextremen Schmierereien der vergangenen Wochen im Hinterhof des internationalen Kulturzentrums Essen in der Heilermannstraße bekräftigen wir unsere Solidarität und Zusammenarbeit mit unseren Freund*innen und Mitstreiter*innen von der DIDF-Essen und allen anderen betroffenen Organisationen.
Wir sind entsetzt über und betroffen durch diesen rassistischen und rechtsextremen Angriff, auch wenn er uns nicht überrascht. Das gesellschaftliche Klima gegenüber migrantisierten Menschen wird zunehmend besorgniserregend feindlich. Dieses Klima wird nicht nur getrieben durch die extreme Rechte, die mit der AfD mittlerweile einen parlamentarischen Flügel hat. Die Schmierereien verdeutlicht diese Beziehung durch die Verknüpfung von NS-Verweisen und AfD-Bekundungen eindrücklich. Gleichzeitig wird das Klima durch eine Abschottungs- und Abschiebepolitik sämtlicher Regierungsparteien geschürt, die versucht Migration (und damit alle als migrantisiert gelesenen Personen) als Problem zu darzustellen.
Dieser Entwicklung müssen wir uns gemeinsam und solidarisch entgegenstellen.
Deshalb sind wir froh und dankbar, dass es das internationale Kulturzentrum Essen gibt und um deren konsequente antifaschistische Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und soziale Gerechtigkeit.
Und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Die rechtsextreme Partei AfD versucht vom 28. bis zum 30. Juni ihren Bundesparteitag in der Grugahalle in Essen durchzuführen, dem werden wir uns widersetzen!!!
Es wird an diesem Wochenende viele Aktionen und Demonstrationen geben, um unserem Unmut gegen diese rechtsextreme Partei Sichtbarkeit zu verschaffen.
Alle Infos findet ihr auf der Webseite von Widersetzen hier.
Aus unserer antifaschistischen Perspektive ist der Stadtteil Essen-Borbeck in den letzten Jahren aufgrund des vereitelten rechtsterroristischen Anschlags an den Schulen und der Demonstrationen mit Reichsbürgern in den Fokus geraten. Leider gab es zu diesen Vorfällen bisher nahezu keinen zivilgesellschaftlichen Widerspruch. Mit unserem Bündnis wollen wir diese Lücke schließen.
Deshalb starten wir mit einer Veranstaltungsreihe mit drei Terminen:
27.01.2024 – Stolpersteine putzen und Infostand – Treffpunkt 11 Uhr an der Straßenbahn-Unterführung am Bahnhof Borbeck
21.02.2024 – Vortrag der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) und Essen stellt sich quer (ESSQ) zu Rechtsextremismus – Beginn 18:30 Uhr im Coffee Corner (Bocholder Str. 34, 45355 Essen)
23.03.2024 – Konzert – 19 Uhr im Dat Links (Armstr. 16-18, 45355 Essen)
Außerdem haben wir ausführliches Infomaterial erstellt, dass über die Situation in Essen-Borbeck aufklärt:
Wir teilen hiermit unseren Redebeitrag, der auf der Demo im Gedenken an den Solinger Brandanschlag 1993 gehalten wurde. Die Veranstaltung mit dem Titel „30 Jahre danach: … und die rechte Gewalt reißt nicht ab!“ war uns sehr wichtig und es war uns eine wichtig unseren Beitrag zu haben, um die Erinnerung an diesen schrecklichen Anschlag aufrecht zu erhalten.
Uns ist besonders wichtig auf die Zusammenhänge mit den Brandanschlägen in den 1990’er Jahren und den daraus folgenden Aufhebung des Asylrechts in Deutschlang hinzuweisen. Denn genau die selben menschenrechts-verachtenden Tendenzen sind auch aktuell wieder am Werk.
Wir laden ein zu unserer Kundgebung am 8. Mai, um den Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg in Europa am 8. Mai 1945 zu würdigen. Zusammen mit Aufstehen gegen Rassismus, dem Essener Friedensforum, der DIDF Essen und der DKP werden in der Essener Innenstadt laufen.
Im Anschluss werden wir im Gewerkschaftshaus eine Installation besuchen, in der die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 thematisiert.
Ablauf: 17:30 Uhr Treffen an der Kardinal-Hengsbach-Platz → Begrüßung 18:00 Uhr Kundgebung Gedenkstätte Schwarze Poth → Redebeiträge 18:30 Uhr Kundgebung zum Gewerkschaftshaus → Installation
Der VVN BdA Kreisverband Essen solidarisiert sich mit den Aktivist*innen in Lützerath. Deshalb haben wir einen Solidaritäts-Brief geschrieben, der hierzu finden ist.
Uns ist wichtig die Aktivist*innen in Lützerath zu unterstützen, weil wir das Ziel des Klimaschutzes teilen, nicht nur, weil wir geradewegs auf eine Umweltkatastrophe zusteuern, sondern auch weil Klimaschutz und Antirassismus sowie Antifaschismus zusammen gedacht werden müssen.
Außerdem kritisieren wir das repressive Vorgehen und die fortschreitende Ausweitung der Befugnisse der Ordnungbehörden, das die Umwelt-Bewegung aktuell ganz besonders bedroht.
Am 27.01.2023 wird im Falkenzentrum Süd (Holsterhausen) eine Musik-Veranstaltung „Mukke gegen Rechts“ stattfinden. Die Falken sind die Veranstalter, ESSQ und die VVN BdA unterstützen. Kommt gern vorbei, wir werden einen Infostand aufbauen.